Alexander von Humboldt, Holzstich ca. 1906,aus Privatsammlung; Reproduktion und Copyright: foto-poklekowski

Alexander von Humboldt
Repro: Doris Poklekowski
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Alexander von Humboldt zum Text (aus:Kosmos) zum Text (aus:Ansichten der Natur)

*14.September 1769 in Berlin, +6.Mai 1859 in Berlin

Stationen u.a.: Jüngerer Bruder von Wilhelm von Humboldt, dem späteren Sprachenforscher, Erziehungsminister und Gründer der heutigen Humboldt-Universität zu Berlin. Begeistert sich früh für die großen Entdeckungsreisenden seiner Zeit, wie James Cook oder La Condamine. Wird 1775/76 u.a. von Joachim Heinrich Campe in Tegel erzogen. Studium Kameralistik in Frankfurt an der Oder. Privatunterricht in Physik, Mathematik, Zeichnen, Griechisch und Philosophie. Studium Chemie und Physik in Göttingen. Reist 1790 von Mainz über Köln, Brüssel und Amsterdam nach England und auf dem Rückweg nach Paris. 1790-91 Handelsakademie in Hamburg. 1791 Studium Bergbau in Freiberg/Sachsen. 1792 Assessor im preußischen Bergdepartement. 1793 Oberbergmeister. 1794 Bekanntschaft mit Johann Wolfgang Goethe in Jena. Unglückliche Liebesbeziehung mit dem Infanterieleutnant Reinhard von Haeften, der in Bayreuth stationiert ist. 1796 gelangt er durch den Tod der Mutter in den Besitz eines beträchtlichen Vermögens, das ihm die Finanzierung seines Lebenstraums ermöglicht - als Forschungsreisender die Welt zu erkunden. Quittiert den Staatsdienst. Von nun an widmet er sich ganz der Vorbereitung seiner Reise. Lernt 1798 den französischen Arzt und Botaniker Aimé Bonpland kennen. Am 5. Juni 1799 brechen sie mit der Pizarro von La Coruña aus in die Neue Welt auf. Sie bereisen das Gebiet der heutigen Staaten Venezuela, Kolumbien, Ecuador, Peru, Kuba und Mexiko. Sie sammeln und exportierten mehr als 60.000 Pflanzen, von denen rund 6.300 unbekannt waren. Rückkehr am 3. August 1804 in Bordeaux. Lebt in Paris und konzentriert sich auf die wissenschaftliche Auswertung der Reise. 1822 begleitet er den preußischen König nach Verona, im November besteigt er dreimal den Vesuv. Mehrmals reist er nach England. In London steigt er im April 1827 mit dem 21jährigen Ingenieur Brunel in dessen neuentwickelter Taucherglocke auf den Grund der Themse. Rückkehr aus finanziellen Gründen im Mai 1827 als Kammerherr Friedrich Wilhelms III. nach Berlin. Von April bis Dezember 1829 unternimmt er seine russisch-sibirische Forschungsreise. 1842 protestiert Humboldt beim preußischen Minister Anton Graf von Stolberg-Wernigerode gegen das beabsichtigte diskriminierende "Judengesetz". Erhält ein Staatsbegräbnis. Beisetzung am 11.Mai 1859 im Familiengrab in Tegel.

Arbeitsgebiete: Erzählung, Roman, Aufsatz, Sachbuch

Auszeichnungen/Ehrungen/Preise (Auswahl): -

Veröffentlichungen (Auswahl): Mineralogische Beobachtungen über einige Basalte am Rhein, Sachbuch (1791). Kosmos, Entwurf einer physischen Weltbeschreibung (1828/1845,1847,1850, 1858, Cotta/2004, Eichborn, ediert von Ottmar Ette und Oliver Lubrich). Asie Centrale (1844). Ansichten der Kordilleren und Monumenten der eingeborenen Völker Amerikas. Ansichten der Natur (2004, Eichborn). Über einen Versuch den Gipfel des Chimborazo zu ersteigen (2006, Eichborn, hrsg. von Oliver Lubrich und Ottmar Ette).

Sekundärliteratur (Auswahl): Die Brüder Humboldt, Eine Biographie (2009, Rowohlt, von Manfred Geier).

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