Erwin Strittmatter, Der Laden. 6 CDs, Der Audio VerlagErwin Strittmatter zum Text (Die Tabakpfeife) Hintergrund-Information:Die  SS-Zugehörigkeit von Erwin Strittmater

*14.August 1912 in Spremberg, +31.Januar 1994 auf dem Schulzenhof bei Dollgow/Gransee/Brandenburg

Stationen u.a.: Sohn eines Bäckers. Übt verschiedene Berufe aus, u.a. Bäcker, Kellner, Chauffeur, Tierwärter. Soldat im 2. Weltkrieg. Freundschaft zu Peter Jokostra. "Geprägt durch seine Familie und sein soziales Umfeld, schloss sich Strittmatter noch vor der Zeit des Nationalsozialismus der SPD an. Ab 1941 wurde Strittmatter zu einer Einheit der Ordnungspolizei einberufen, die 1943 der SS zugeordnet wurde. Diese Zugehörigkeit habe er jedoch Zeit seines Lebens der Öffentlichkeit gegenüber verschwiegen, fand der Literaturwissenschaftler Werner Liersch im Quellenstudium heraus. Das SS-Regiment sei als Teil der „Ordnungspolizei“ in Slowenien, Finnland und Griechenland im Einsatz gewesen. Nach diesen Informationen kam es mehrfach zu Massakern und Geiselerschießungen. Strittmatter war an diesen Gewalttaten nicht direkt beteiligt, habe sie als Bataillonsschreiber aber vermutlich beobachtet und notiert". 1945 wieder Bäcker. Seit 1947 Mitglied der SED. 1947 Amtsvorsteher. Zeitungsredakteur in Senftenberg. Seit 1954 freier Schriftsteller. 1959 wird er 1.Sekretär des Schriftsteller-Verbandes der DDR. Verheiratet mit Eva Strittmatter. Einer der meist gelesenen Schriftsteller in der DDR. 2008 wird eine als urspründlich "Strittmatter-Preis" genannte Auszeichnung wegen seiner Rolle in der NS-Zeit in "Brandenburgischer Literaturpreis Umwelt" umbenannt.

Arbeitsgebiete: Erzählung, Roman, Drama, Jugendbuch

Auszeichnungen/Ehrungen/Preise (Auswahl): Ehrenbürger von Spremberg.
- Mitglied im Schriftsteller-Verband der DDR.

Veröffentlichungen (Auswahl): Ochsenkutscher, Roman (1950). Tinko, Roman (1955). Katzgraben, Szenen (1955). Der Wundertäter, Roman (1957). Pony Pedro, Kurzprosa (1959). Die Holländerbraut, Drama (1961). Ole Bienkopp, Roman (1963). Schulzenhofers Kramkalender, Kurzgeschichten (1967). Die alte Hofpumpe (1979). Der Laden I-III, Roman (1983-93). Vor der Verwandlung, Aufzeichnung (1995, Aufbau). Der Weihnachtsmann in der Lumpenkiste, Jugendbuch (2001, Aufbau). Als ich noch ein Pferderäuber war, Erzählungen (2001, Aufbau).

Sekundärliteratur (Auswahl): Kalender ohne Anfang und Ende, Notizen (2003, Aufbau). Erwin Strittmatter und der Krieg unserer Väter (2010, Das Neue Berlin, von Günther Drommer). Erwin Strittmatter und die SS, Günter Grass und die Waffen-SS (2011, Dingsda-Verlag, von Joachim Jahns). Erwin Strittmatter und der böse Krieg, Sachbuch (2012, Dingsda-Verlag, von Joachim Jahns).

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