*12.November 1908 in Neu-Sellenthin/Bensin/Usedom, +23.März 1993 in München/Bayern
Stationen u.a.: Sohn eines Fischers. Buchhändler. 1930 KPD-Mitglied. 1932 Ausschluss aus der Partei wegen Trotzkismus. Im 3. Reich Emigrationsversuch nach Paris. Kehrt nach Bansin zurück und verbringt hier den 2. Weltkrieg. 1946-47 gibt er mit Alfred Andersch und René Hocke die Zeitschrift "Der Ruf" heraus. Zusammen mit Wolfdietrich Schnurre und Alfred Andersch Mitbegründer der "Gruppe 47". Die Erzählung "Das Treffen von Telgte" hat Günter Grass ihm gewidmet. 2000 Gedenkstätte und Sitz der Hans-Werner-Richter-Stiftung in Bansin.
Arbeitsgebiete: Lyrik, Erzählung, Roman
Auszeichnungen/Ehrungen/Preise (Auswahl):
Fontane-Preis der
Stadt Berlin (1949). René
Schickele-Preis (1951). Ehrendoktorwürde
der Universität Karlsruhe (1978). Professor
ehrenhalber durch die Stadt Berlin (1979). Großer Literaturpreis der
Bayerischen Akademie der Schönen Künste (1986).
- Mitglied der "Gruppe 47" und ab 1951 Mitglied
des PEN-Zentrums der BRDeutschland.
Veröffentlichungen (Auswahl):
Die Geschlagenen, Roman (1949). Sie fielen aus Gottes Hand, Roman (1951). Spuren im Sand, Roman einer Jugend (1953/2004, Steidl, Nachwort von Siegfried Lenz). Du sollst nicht töten, Roman (1956). Bestandsaufnahme, Roman (1962). Plädoyer für eine neue Regierung oder Keine Alternative, Roman (1965). Blinder Alarm.Geschichten aus Bansin, Autobiografischer Roman (1970/2008, Wagenbach). Die Flucht nach Albanon, Liebesgeschichte (1980). Im Etablissement der Schmetterlinge, Einundzwanzig Porträts aus der Gruppe 47 (1986/2004, Wagenbach). Reisen durch meine Zeit, Lebensgeschichten (1989, Hanser). Ein Julitag, Roman (2006, Wagenbach). Die Stunde der falschen Triumphe, Roman (2010, Wagenbach).Sekundärliteratur (Auswahl): "Ich habe einen starken Hang zum Spiel", Erinnerungen an Hans Werner Richter (1993, Hanser, von Barbara König). Hans Werner Richter.Notizen einer Freundschaft (1997, Hanser, von Barbara König). Die Gruppe 47 (2007, rororo, hrsg. von Heinz Ludwig Arnold).
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