Hallgrímur Pétursson

Hallgrímur Pétursson zum Text (Allt eins og blómstrið eina...)
(Hallgrimur Pjetursson)

*1614 in Gröfá Höfðaströnd/Island, +27.Oktober 1674 in Ferstikla am Hvalfjörður

Stationen u.a.: Isländischer Dichter. Sohn des Pächterehepaars Pétur Guðmundsson und Sólveig Jónsdóttir. Aufgewachsen in Hólar (einem der geistigen Zentren Islands seiner Zeit). Schulbesuch dort und in Glückstadt (Schleswig-Holstein, zu der Zeit zu Dänemark gehörig). Arbeit als Schmied und Freundschaft mit Brynjólfur Sveinsson, dem späteren Bischof von Skálholt, der ihn auf eine Ausbildungsstätte für evangelische Pfarrer in Kopenhagen vermittelt. 1636 lernt er bei einer Sprachunterweisung in der Isländischen Sprache für ehemalige isländischer Sklaven (diese waren zunächst durch die Türken verschleppt und späterhin von Isländern freigekauft worden) die 16 Jahre ältere und zu diesem Zeitpunkt  verheiratete Guðríður Símonardóttir kennen und die beiden verlieben sich ineinander. Hallgrímur gibt das Studium auf  und kehrt mit der Frau, die inzwischen von ihm schwanger ist, nach Island zurück - dort ist der Ehemann der Frau inzwischen gestorben und die beiden heiraten. Er arbeitet als Tagelöhner, wird jedoch durch Brynjólfur Sveinsson mit einer Pfarre in Hvalsnes betraut, obwohl er sein Theologiestudium nicht abgeschlossen hat. Bis 1651 leben Hallgrímur und Guðríður, zunächst zusammen mit ihrer Tochter Steinunn, deren früher Tod den Dichter tief verstört, in Hvalsnes. Ziehen dann auf die gut dotierte Pfarre nach Saurbær, woselbst er seine Passionspsalmen dichtet. Ab 1669 kann er seinem Beruf nicht mehr nachgehen, da er an Lepra erkrankt, an der er 1674 stirbt.

Arbeitsgebiete: Lyrik, Geistliche Dichtung

Auszeichnungen/Ehrungen/Preise (Auswahl): Seit 1659 sechzig Auflagen seiner Passionspsalmen. Benennung von Kirchen in Reykjavík und Saurbær nach ihm als Hallgrímskirkja.

Veröffentlichungen (Auswahl): 1659 Passíusálmar/Passionspsalmen sowie unzählige Gedichte und religiöse Hymnen in Flugschriften der Zeit.
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Im Deutschen liegen Texte von H.P. in der Übertragung von Wilhelm Friese im Band "Nordische Barocklyrik" (1999, Tübingen und Basel) vor.

Sekundärliteratur (Auswahl): Sein Lied war Islands Trost, Die Geschichte des Pfarrers Hallgrimur Pjetursson (1986, Evangelischer Missionsverlag, von Alfred Otto Schwede).

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