Thomas Mann, Mein Boss der Zauberer von Konrad Kellen, 2011, RowohltThomas Mann, 1929, Foto: nobel.seThomas Mann, Foto: Archiv S. Fischer-Verlag (hf0116)Thomas Mann zum Text (aus:Betrachtungen eines Unpolitischen) zum Text (aus:Wälsungenblut) Hintergrund-Information: Herkunft und Lebenverhältnisse der Eltern und Großeltern der Brüder Heinrich und Thomas Mann

*6.Juni 1875 in Lübeck, +12.August 1955 in Kilchberg bei Zürich/Schweiz

Stationen u.a.: Entstammt einem alten Patriziergeschlecht. Sein Vater war Senator und die Mutter brasilianischer Herkunft. Verlässt nach dem Tod des Vaters die Schule mit der "Mittleren Reife". 1893 siedelt die Familie nach München um. Volontariat bei einer Versicherung. 1899 Mitarbeiter des "Simplicissimus". Heirat mit Katia Pringsheim. Durch den 1. Weltkrieg Zerwürfnis mit seinem Bruder Heinrich Mann. 1906 Geburt von Sohn Klaus. 1909 Geburt von Sohn Golo. 1910 Geburt der Tochter Monika. 1918 Geburt der Tochter Elisabeth. 1930 Errichtung eines Sommerhauses in Nidden. 1933 Emigration in die Schweiz. 1938 Gastprofessur an der Princeton University/USA. Lebt in Pacific Palisades/Kalifornien. Nimmt 1944 die amerikanische Staatsbürgerschaft an. Kehrt nach dem 2. Weltkrieg 1952 in die Schweiz zurück. 1947 Beginn der Zusammenarbeit mit der Tochter Erika Mann.

Arbeitsgebiete: Roman, Erzählung, Essay, Theaterstück

Auszeichnungen/Ehrungen/Preise (Auswahl): Ehrendoktorat der Universität Bonn (1919, wird 1936 durch die Nationalsozialisten aberkannt, 1946 erneut verliehen). Nobelpreis für Literatur, Schweden (1929). Ehrendoktorat der Columbia University, New York (1938). Goethe-Preis (1949). Ehrendoktorwürde der Universität Oxford (1949). Ehrendoktorwürde der Universität Lund (1949). Antonio Feltrinelli-Preis (1952). Ehrendoktorwürde der Universität Cambridge (1953). Orden Pour le Mérite (1955). Ehrenbürger der Stadt Lübeck (1955). Ehrendoktorwürde der Universität Jena (1955). Ehrenbürgerurkunde von Kilchberg (1955). Ehrendoktorwürde der Universität Zürich (1955).

Veröffentlichungen (Auswahl): Vision, Prosa-Skizze (1893). Gefallen, Erz. (1894). Der Wille zum Glück, Erz. (1896). Enttäuschung, Erz. (1896). Der Tod, Novelle (1897). Der kleine Friedemann, Novelle (1897/2000, Büchergilde Gutenberg). Der Bajazzo, Novelle (1897). Tobias Mindernickel, Erz. (1898). Der Kleiderschrank, Novelle (1899). Gerächt, novellistische Studie (1899). Luischen, Erz. (1900). Der Weg zum Friedhof, Erz. (1900 ). Buddenbrocks - Verfall einer Familie, Roman (1901). Gladius Dei, Novelle (1902). Tonio Kröger, Erz. (1903). Tristan, Novelle (1903). Die Hungernden, Erz. (1903). Das Wunderkind, Novelle (1903). Ein Glück, Erz. (1904). Beim Propheten, Erz. (1904). Schwere Stunde, Novelle (1905). Bilse und ich, Essay (1906). Fiorenza, Theaterstück (1907, UA Frankfurt/Main). Anekdote (1908). Das Eisenbahnunglück, Erz. (1909). Königliche Hoheit, Roman (1909). Wie Jappe und Do Escobar sich prügelten, Erz. (1911). Der Tod in Venedig, Novelle (1912). Gedanken im Kriege (1914). Herr und Hund, Ein Idyll (1918). Gesang vom Kindchen, Ein Idyll (1919). Wälsungenblut, Erzählung (1921, Phantasus-Verlag/1976, S. Fischer). Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull, Roman (1922/Neufassung 1954). Tristan und Isolde, Erz. (1923). Von deutscher Republik (1923). Der Zauberberg, Roman (1924). Unordnung und frühes Leid, Novelle (1926). Pariser Rechenschaft (1926). Kultur und Sozialismus (1928). Mario und der Zauberer, Novelle (1930). Vom Beruf des deutschen Schriftstellers in unserer Zeit (1931). Goethe als Repräsentant des bürgerlichen Zeitalters (1932). Goethe und Tolstoi, Zum Problem der Humanität (1932). Goethes Laufbahn als Schriftsteller (1933). Leiden und Größe Richard Wagners (1933). Josef und seine Brüder, Romantetralogie (1933-43, Die Geschichten Jaakobs, Der junge Joseph, Joseph in Ägypten, Joseph der Ernährer). Freud und die Zukunft (1936). Schopenhauer (1938). Achtung, Europa! (1938). Dieser Friede (1938). Das Problem der Freiheit (1939). Lotte in Weimar, Roman (1939/2003, S. Fischer). Die vertauschten Köpfe, Eine indische Legende (1940). Das Gesetz, Erz. (1944). Adel des Geistes, Essays (1945). Deutschland und die Deutschen (1945). Nietzsches Philosophie im Lichte unserer Erfahrung (1947). Doktor Faustus. Das Lebens des deutschen Tonsetzers Adrian Leverkühn, erzählt von einem Freunde, Roman (1947). Goethe und die Demokratie (1949). Meine Zeit (1950). Der Erwählte, Roman (1951). Gerhart Hauptmann (1952). Die Betrogene, Erz. (1953). Der Künstler und die Gesellschaft (1953). Versuch über Schiller (1955). Betrachtungen eines Unpolitischen, Essays (2001, S. Fischer).

Sekundärliteratur (Auswahl): Thomas Mann und der Tod in Venedig, Eine kritische Abwehr (Bonsels & Co., von Bernd Isemann). Das letzte Jahr, Bericht über meinen Vater (1956, von Erika Mann). Auf der Suche nach der verlorenen Irrationalität, Thomas Mann und der Konservatismus (1980, Königshausen & Neumann, von Hermann Kurzke). Der Zauberer, Das Leben des Schriftstellers Thomas Mann, 3bdg. (1996, S. Fischer, von Peter de Mendelssohn). Welch ein Weib!Mädchen- und Frauengestalten bei Thomas Mann, Essays (1998, von Doris Runge). Tagebuch und spätes Leid. Über Thomas Mann, Essay (1999, Hanser, von Martin Meyer). Thomas Mann. Das Leben als Kunstwerk (1999, C. H. Becksche Verlagsbuchhandlung, von Hermann Kurzke). Das Blaubartzimmer, Studie (2000, Suhrkamp, hrsg. von Michael Maar). Thomas Mann (2001, Claassen-Verlag, hrsg. von Edo Reents). Frau Thomas Mann, Das Leben der Katia Pringsheim (2003, Rowohlt-Verlag, hrsg. von Inge und Walter Jens). Katia Mann. Die Frau des Zauberers (2003, Propyläen-Verlag, hrsg. von Kirsten Jüngling und Brigitte Rossbeck). Thomas Mann-Heinrich Mann.Die ungleichen Brüder (2005, Beck, hrsg. von Helmut Koopmann). Im Zaubergarten.Thomas Mann in Bayern (2005, Beck, hrsg. von Dirk Heißerer). Das Randfigurenkabinett des Doktor Thomas Mann (2005, S. Fischer, hrsg. von Barbara Hoffmeister & Robert Gernhardt). Die 101 wichtigsten Fragen: Thomas Mann (2008, Beck, von Albert von Schirnding). Thomas Mann. Ein Porträt für seine Leser (2009, C. H. Beck Verlag, von Hermann Kurzke). Thomas Mann: Betrachtungen eines Unpolitischen, 2 Bände, Textband und Kommentarband (2009, S. Fischer, Textkritisch durchgesehen, kommentiert und herausgegeben von Hermann Kurzke). Mein Boss, der Zauberer, Thomas Manns Sekretär erzählt (2011, Rowohlt, von Konrad Kellen, Nachwort von Christian Ter-Nedden). Königsallee, Roman (2013, Beck, von Hans Pleschinski).

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