*27.Oktober 1889 in Lissa/Leszno/Provinz Posen, +19.Dezember 1953 in Berlin/DDR
Stationen u.a.: Stammt aus einer Rechtsanwaltsfamilie. Studium Rechtswissenschaften, Philologie in Berlin und Göttingen. 1914 Freiwilliger im 1. Weltkrieg. Noch im Krieg wird er als Kriegsgegner vor das Kriegsgericht gestellt. Tritt 1918 in die USPD. Aktive Beteiligung an den revolutionären Kämpfen. 1919-21 Mitglied der KPD. Kurzfristig Mitglied der linksgerichteten KAPD. Ab 1919 freier Autor. 1925-27 Initiator und Leiter der "Gruppe 1925", in der u.a. Bertolt Brecht, Alfred Döblin, Albert Ehrenstein, Walter Hasenclever, Walter Mehring und Kurt Tucholsky vertreten sind. 1928-34 lebt der in der Wohnung von Walter Hasenclever in Paris. Beteiligt sich 1933 an der Gründung der „Ligue des Combattants de la Paix" und wird mit Albert Einstein Präsident der deutschen Sektion. 1933 Gründung des „Schutzverbandes Deutscher Schriftsteller im Ausland", dessen französischer Sektionsvorsitzender Leonhard wird. Schreibt unter dem Pseudonym Robert Lanzer Gedichtband für deutsche Soldaten. 1939-44 Internierung in verschiedenen Lagern. Ab 1947 lebt er in der DDR. Mutmaßlicher Vater des Historikers Wolfgang Leonhard. Herausgeber.
Arbeitsgebiete: Lyrik, Essay, Erzählung, Drama, Hörspiel, Übersetzung
Auszeichnungen/Ehrungen/Preise (Auswahl): -
Veröffentlichungen (Auswahl): Segel am Horizont, Drama (1925). Das nackte Leben, Gedichte (1925). Führer & Co., Drama (1936). Der Tod des Don Quijote, Erzählung (1937). Geiseln, Drama (1945/1946). Unsere Republik, Aufsätze und Gedichte (1951). In derselben Nacht, Das Traumbuch des Exils (2001, Aufbau Verlag).
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