Lew Kopelew, 1995, Foto: Doris Poklekowski

Lew Kopelew
Foto: Doris Poklekowski

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Lew Sinowjewitsch Kopelew Hintergrund-Information: Ausstellung über Lew Kopelew
(Лев Зиновьевич Копелев)

*27.März/9.April 1912 in Kiew, +18.Juni 1997 in Köln/Nordrhein-Westfalen

Stationen u.a.: Russischer Schriftsteller. Sohn eines jüdischen Agronom. 1933-38 Studium Germanistik, Geschichte Philosophie. Arbeitet nach seiner Promotion als Dozent. 1941 Freiwilliger in der russischen Armee. Wird nach dem 2. Weltkrieg mehrfach verhaftet und bis 1954 ins Arbeitslager Gulag verschleppt. Hier lernt er Alexander Solschenizyn kennen. Heiratet 1956 Raissa Orlowa. Arbeitet nach seiner Rehaibiltierung als Literaturwissenschaftler und Germanist und wird Dozent am Institut für Kunstgeschichte in Moskau. Seit den sechziger Jahren intensive Freundschaft zu Heinrich Böll. Aufgrund seiner Proteste gegen den Einmarsch in die CSSR erfolgt 1981 die Ausbürgerung. Er wird in Moskau neben seiner Frau Raissa Orlowa beigesetzt.

Arbeitsgebiete: Essay, Erzählung, Roman

Auszeichnungen/Ehrungen/Preise (Auswahl): Friedrich Gundolf-Preis (1980). Friedenspreis des Deutschen Buchhandels (1981). Lessing-Ring (1983). Erich-Maria Remarque-Friedenspreis (1991, zusammen mit Anja Lundholm). Staatspreis des Landes Nordrhein-Westfalen (1991).

Veröffentlichungen (Auswahl): Brecht (1966). Zwei Epochen deutsch-russischer Literaturbeziehungen (1971). Verwandt und verfremdet, Essays zur Literatur der Bundesrepublik und der DDR (1976). Ein Dichter kam vom Rhein, Heinrich Heines Leben und Leiden (1981). Antikommunismus in Ost und West, Zwei Gespräche (1982, mit Heinrich Böll). Kinder und Stiefkinder der Revolution, Unersonnene Geschichten (1983). Der Wind weht, wo er will, Gedanken über Dichter (1988). Waffe Wort (1991). Russland, eine schwierige Heimat (1995).

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