Zentralbild-Franke tre-wo. 14.11.1964 Berliner Jugend mit über 30 Schriftstellern beim Literaturfestival. Zum Rendezvous mit über 30 prominenten Schrifstellern saßen am 14.11.1964 bei einem Eisbecher im Cafe "Forum" Berliner Jungen und Mädchen, begierig, etwas über die Arbeit ihrer Idole zu erfahren. So begann das I. Literaturfestival der Berliner Jugend, zu dem FDJ-Bezirksleitung und Schriftstellerverband eingeladen hatten, im Haus des Lehrers am Alexanderplatz. UBz.: Unter den anwesenden Schriftstellern befand sich das Ehepaar Rainer und Sarah Kirsch (Links und in der Mitte sitzend), Foto: Franke/wikipedia.org (hf0907)

Rainer und Sarah Kirsch, (Links und in der Mitte sitzend).

Rainer Kirsch

*17.Juli 1934 in Döbeln/Sachsen, +4.September 2015 in Berlin

Stationen u.a.: 1953-57 Studium Geschichte, Philosophie in Halle und Jena. Wird wegen »abweichender ideologischer Auffassungen« von der Universität verwiesen. Hilfsarbeiter in einer Druckerei. Chemiearbeiter. Seit 1961 freier Schriftsteller. 1963-65 Studium am Literaturinstitut Leipzig. Gehört zu den Autoren der "Sächsischen Dichterschule". 1965-68 Ehe mit der Schriftstellerin Sarah Kirsch. Wird 1973 aus der SED ausgeschlossen. 1990 Präsident des DDR-Schriftstellerverbands.

Arbeitsgebiete: Lyrik, Drama, Erzählung, Übersetzung, Essay, Hörspiel, Nachdichtung, Kinderbuch

Auszeichnungen/Ehrungen/Preise (Auswahl): Erich Weinert-Medaille (1965, gemeinsam mit Sarah Kirsch). F. C. Weiskopf-Preis (1983). Kester-Haeusler-Ehrengabe der Schiller-Stiftung, Weimar (1999). Wilhelm Müller-Literaturpreis des Landes Sachsen-Anhalt (2001).
- Seit 1975 Mitglied im P.E.N. der DDR, Mitglied im Schriftstellerverband der DDR, seit 1990 Mitglied der Akademie der Künste der DDR bzw. ab 1993 Akademie der Künste Berlin-Brandenburg und seit 1998 Mitglied der Sächsischen Akademie der Künste.

Veröffentlichungen (Auswahl): Berlin-Sonnenseite, Reportage (1964, gemeinsam mit Sarah Kirsch). Gespräch mit dem Saurier, Gedichte (1965, gemeinsam mit Sarah Kirsch). Heinrich Schlaghands Höllenfahrt, Komödie (1973). Wenn ich mein rotes Mützchen hab, Kinderbuch (1974). Das Wort und seine Strahlung, Essays zur Dichtungstheorie (1976). Vom Räuberchen, dem Rock und dem Ziegenbock, Erzählung (1978). Ausflug machen, Gedichte (1980). Die Perlen der grünen Nixe, Märchen (1983). Ordnung im Spiegel, Essays (1985). Sauna oder Die fernherwirkende Trübung, Erzählungen (1985). Kunst in Mark Brandenburg, Gedichte (1989, Hanser). Anna Katarina oder Die Nacht am Moorbusch, eine sächsische Schauerballade nebst dreizehn sanften Liedern und einem tiefgründigen Gespräch (1990). Die Talare der Gottesgelehrten, Schriften (1999).

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