Zentralbild-Franke tre-wo. 14.11.1964 Berliner Jugend mit über 30 Schriftstellern beim Literaturfestival. Zum Rendezvous mit über 30 prominenten Schrifstellern saßen am 14.11.1964 bei einem Eisbecher im Cafe "Forum" Berliner Jungen und Mädchen, begierig, etwas über die Arbeit ihrer Idole zu erfahren. So begann das I. Literaturfestival der Berliner Jugend, zu dem FDJ-Bezirksleitung und Schriftstellerverband eingeladen hatten, im Haus des Lehrers am Alexanderplatz. UBz.: Unter den anwesenden Schriftstellern befand sich das Ehepaar Rainer und Sarah Kirsch (Links und in der Mitte sitzend), Foto: Franke/wikipedia.org (hf0907)

Rainer und Sarah Kirsch (Links und in der Mitte sitzend).

Sarah Kirsch: Alles Spatzen und Gänseblümchen, 2007, Der HörverlagSarah Kirsch zum Text (Die Kibitze...) zum Text (Ich habe es gewusst...) zum Text (Ein weißer Schmetterling...) zum Text (aus:Tatarenhochzeit) zum Text (Keiner hat mich verlassen) zum Text (Probe) zum Text (Katzenkopfpflaster) Hintergrund-Information: Zum 70.Geburtstag von Sarah Kirsch Hintergrund-Information: Jean-Paul-Preis ohne Sarah Kirsch Hintergrund-Information: Zum 75.Geburtstag von Sarah Kirsch Hintergrund-Information: Zum Tod von Sarah Kirsch
(Ingrid Hella Irmlinde Bernstein)

*16.April 1935 in Limlingerode/Harz, +5. Mai 2013 in Heide/Schleswig-Holstein

Stationen u.a.: Tochter eines Fernmeldemechanikers. Nach dem Abitur Arbeit in einer Zuckerfabrik. 1954-58 Biologie-Studium in Halle. Nennt sich ab 1960 "Sarah" aus Protest gegen die Massenvernichtung der Juden in der Nazi-Zeit. 1963-65 Literatur-Studium am Institut für Literatur "Johannes R. Becher", Leipzig. 1960-68 Ehe mit dem Schriftsteller Rainer Kirsch. 1968 Übersiedlung von Halle nach Ost-Berlin.  Beziehung mit dem Schriftsteller Karl Mickel, mit dem sie einen Sohn hat. 1976 Protest gegen die Ausweisung von Wolf Biermann. 1977 Übersiedlung aus der DDR in die BRDeutschland. Lebt als freie Schriftstellerin in Tielenhemme.

Arbeitsgebiete: Lyrik, Erzählung, Übersetzung

Auszeichnungen/Ehrungen/Preise (Auswahl): Kunstpreis der Stadt Halle (1964). Erich Weinert-Medaille (1965, gemeinsam mit Rainer Kirsch). Heinrich Heine-Literatur-Preis des Kulturministeriums der DDR (1974). Petrarca-Preis, Tusculum/Italien (1976, gemeinsam mit Ernst Meister). Villa Massimo-Stipendium, Rom (1978). Österreichischer Preis für Europäische Literatur (1980). Kritikerpreis (1982). Friedrich Hölderlin-Preis, Bad Homburg (1984). Mainzer Stadtschreiber (1988). Kunstpreis des Landes Schleswig-Holstein (1988). Ida Dehmel-Preis der GEDOK (1992). Ehrengabe der Heinrich-Heine-Gesellschaft (1992). Peter  Huchel-Preis (1993). Literaturpreis der Konrad Adenauer-Stiftung (1993). Georg Büchner-Preis, Darmstadt (1996). Annette von Droste-Hülshoff-Preis (1997). Kulturpreis des Kreises Dithmarschen (2000). Jean Paul-Preis (2005). Johann-Heinrich Voß-Preis (2006). Samuel-Bogumil-Linde-Preis (2007).

Veröffentlichungen (Auswahl): Gespräch mit dem Saurier, Gedichte (1965, gemeinsam mit Rainer Kirsch). Landaufenthalt, Gedichte (1967). Die Vögel singen im Regen am Schönsten (1968, Aufbau). Gedichte (1969). Zaubersprüche, Gedichte (1972, Aufbau/1977, Langewiesche-Brandt). Es war ein merkwürdiger Sommer (1974, Claassen). Landaufenthalt, Gedichte (1977, Langewiesche-Brandt). Die Pantherfrau, Erzählungen (1973, Aufbau/1975, Langewiesche-Brandt). Rückenwind, Gedichte (1976/1977, Langewiesche-Brandt). Musik auf dem Wasser, Gedichte (1977, Reclam). Ein Sommerregen, Kinderbuch (1978, Friedrich Wittig Verlag, mit Zeichnungen von Kota Taniuchi). Katzenkopfpflaster, Gedichte (1978, dtv). Wintergedichte (1978). Drachensteigen (1979, Langewiesche-Brandt). La Pagerie, Gedichte (1980, DVA). Geschlechtertausch. Drei Geschichten über die Umwandlung der Verhältnisse (1980, Luchterhand, von Sarah Kirsch, Irmtraud Morgner, Christa Wolf). Erdreich, Gedichte (1982, DVA). Katzenleben, Gedichte (1984, DVA). Irrstern, Prosa (1986, DVA). Allerlei-Ruh, Chronik (1988, DVA). Schneewärme, Gedichte (1989, DVA). Schwingrasen, Gedichte (1991, DVA). Das simple Leben (1994, DVA). Bodenlos, Gedichte (1996, DVA). Gesammelte Werke in 5 Bänden (1999, DVA). Beim Malen bin ich weggetreten, Aquarelle, Bilder, Zeichnungen (2000, DVA). Sarah Kirsch entdeckt Christoph Wilhelm Aigner (2001, Europa-Verlag). Schwanenliebe, Gedichte (2001, DVA). Islandhoch, Tagebuchbruchstücke (2002, Steidl). Tartarenhochzeit (2003, DVA). Sämtliche Gedichte (2005, DVA). Kommt der Schnee im Sturm geflogen, Prosa (2005, DVA). Kuckuckslichtnelken, Prosa (2006, Steidl). Regenkatze, Tagebuchaufzeichnungen (2007, DVA). Alles Spatzen und Gänseblümchen, Gedichte+Prosa (2007, Der Hörverlag). Krähengeschwätz, Miniaturen (2010, DVA). Ænglisch, Prosa (2015, DVA).

Sekundärliteratur (Auswahl): Sarah Kirsch (1989, edition text + kritik, von Heinz Ludwig Arnold).

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