Kurt Kersten, Foto:(c) Peer Schröder, Kassel (hf0611)Kurt Kersten zum Text (aus:Der Weltumsegler. Johann Georg Adam Forster 1754 – 1794)

*19.April 1891 in Kassel, +18.Mai 1962 in New York/USA

Stationen u.a.: Historiker, Schriftsteller, Publizist und Journalist. Sohn einer traditionsreichen Bauernfamilie. Nach Privatschule und Abitur studiert er in München und Berlin Geschichte und deutsche Philologie. Promoviert 1914 mit "Voltaires Henriade in der deutschen Kritik vor Lessing". Freundschaft zu Alfred Kerr. Wird als Soldat im 1. Weltkrieg verletzt. 1919/20 Mitarbeiter bei der Zeitschrift "Der Mitmensch". 1926-33 Leiter des Feuilletons "Welt am Abend". Emigriert 1934 gemeinsam mit Martha David nach Prag. 1937 wird ihm die deutsche Staatsbürgerschaft aberkannt. Er hält sich in Frankreich auf und kann ohne seine Frau auf einem französischen Schiff über Martinique 1946 endlich in die USA einreisen. Hier wird er Redakteur der Wochenzeitung "Aufbau". 2009 wird sein Grab in Kassel-Wehlheiden als Ehrengrab anerkannt.

Arbeitsgebiete: Prosa, Tagebuch, Übersetzung

Auszeichnungen/Ehrungen/Preise (Auswahl): Eisernes Kreuz I und II.

Veröffentlichungen (Auswahl): Georg Forster, Ein europäischer Revolutionär (1921). Moskau-Leningrad, Eine Winterfahrt (1924). 1848, Die Deutsche Revolution (1933, Gustav Kiepenheuer-Verlag). Peter der Große, Vom Wesen und von den Ursachen historischer Größe (1935, Querido Verlag). Deutscher Freiheitskalender 1939/40 (1938, als Hrsg.). Unter Freiheitsfahnen, Deutsche Freiwillige in der Geschichte (1938). Das Mädchen von Curaçao (1956). Der Weltumsegler, Johann Georg Adam Forster 1754-1794 (1957).

Sekundärliteratur (Auswahl): Heimat – Identität – Fremdsein, Kulturelle Formen der Verarbeitung von Exilerfahrung am Beispiel der Briefe von Kurt Kersten (1990, von Peer Schröder).

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