Hamburg, Tagung PEN-Zentrum:Illus-dpd Pen-Tagung in Hamburg. Das "Pen-Zentrum Deutschland" - die im November 1948 gebildete Gruppe des internationalen PEN - trat am 12-4-49 in Hamburg zu einer ersten Tagung zusammen. Unser Bild zeigt die erste Arbeitssitzung im Kleinen Sitzungssaal des Hamburger Rathauses. V.r.n.l. um den Tisch sitzend: Prof. [Herbert] Friedmann - Dolf Sternberger - Axel Eggebrecht - Herbert Eulenberg - Hermann Kasack - Rudolf Schneider-Schelde (stehend) - Erich Kästner - Hanns Hennry Jahnn und Ernst Penzoldt. 3090-49. Foto: wikipedia.org (hf0510)

Abgebildete Personen: v.r.n.l. um den Tisch sitzend:
Prof. [Herbert] Friedmann - Dolf Sternberger - Axel Eggebrecht -
Herbert Eulenberg - Hermann Kasack -
Rudolf Schneider-Schelde (stehend) - Erich Kästner -
Hanns Hennry Jahnn und Ernst Penzoldt

Erich KästnerErich Kästner zum Text (Die Welt ist rund...) Hintergrund-Information: Gudrun Norbisrath über Erich Kästner

*23.Februar 1899 in Dresden, +29.Juli 1974 in München/Bayern

Stationen u.a.: Ab 1917 Soldat im 1. Weltkrieg. Bankbeamter. Redakteur. Studium Germanistik, Geschichte, Philosophie, Theatergeschichte. 1925 Promotion zum Dr. phil. Seit 1927 freier Schriftsteller. 1927 Umzug nach Berlin. 1933 werden seine Bücher verboten und verbrannt. Er emigriert nicht und veröffentlicht seine Bücher im Ausland. Schreibt unter verschiedenen Pseudonymen während der Nazizeit, z. B. unter Berthold Bürger, Robert Neuner, Hans Brühl und Eberhard Foerster. Möglicherweise schreibt und veröffentlicht er auch unter den Namen seiner Sekretärinnen verschiedene Kinderbücher. 1945-48 Feuilletonredakteur der "Neuen Zeitung". 1951 Gründung des Kabaretts "Die kleine Freiheit" und Wahl zum Präsidenten des PEN-Zentrums.1957 hat er einen Sohn mit Friedel Siebert. Lebt mit Luiselotte Enderle zusammen. 1966 Rückzug aus dem Literaturbetrieb und wohnt bis 1969 in Berlin. Sein Grab liegt auf dem Bogenhausener Friedhof in München. Im Sommer 1981 gibt Erich Kästners Sohn einem österreichischen Satiriker ein Interview, in dem er mitteilt, daß sein Vater nicht der Sohn von Emil Kästner, sondern vom Hausarzt der Familie, Sanitätsrat Dr. Zimmermann sei. Dieses Familiengeheimnis war bis dahin auf den Wunsch Erich Kästners, der es aus Liebe zu seiner Mutter gewahrt wissen wollte, auch von denen respektiert worden, die bereits eingeweiht waren.

Arbeitsgebiete: Gedicht, Erzählung, Roman, Kinderbuch, Drehbuch, Theaterkritik, Übersetzung

Auszeichnungen/Ehrungen/Preise (Auswahl): Bundesfilmpreis für "Das doppelte Lottchen" (1950). Literaturpreis der Stadt München (1956). Georg Büchner-Preis, Darmstadt (1957). Hans-Christian Andersen-Medaille (1960). Ehrenpräsident des PEN-Zentrums (1963). Goldener Igel, Sofia (1966). Literaturpreis der Deutschen Freimaurer (1968). Lessing-Ring (1968). Kultureller Ehrenpreis der Stadt München (1970). Ehrenmünze der Stadt München (1974).
- Seit 1951 Mitglied im P.E.N. und seit 1969 Mitglied in der Wilhelm Busch-Gesellschaft.

Veröffentlichungen (Auswahl): Herz auf Taille, Gedichte (1927). Klaus im Schrank, Weihnachtsmärchen (1927/2013). Emil und die Detektive, Kinderbuch (1929). Lärm im Spiegel (1929). Ein Mann gibt Auskunft (1930). Pünktchen und Anton, Jugendbuch (1931). Der 35. Mai, Roman (1931). Fabian, Roman (1931). Gesang zwischen den Stühlen, Gedichte (1932). Das fliegende Klassenzimmer, Kinderbuch (1933/2003, Dressler). Drei Männer im Schnee, Roman (1935). Lyrische Hausapotheke, Gedichte (1936). Georg und die Zwischenfälle, Erzählung (1938/ab 1949 unter dem Titel Der kleine Grenzverkehr). Till Eulenspiegel, Nacherzählung (1938). Bei Durchsicht meiner Bücher (1946). Zu treuen Händen (1949). Das doppelte Lottchen, Jugendbuch (1949). Die Konferenz der Tiere, Kinderbuch (1949/1998, Atrium Verlag). Die Schule der Diktatoren (1957). Notabene 45, Ein Tagebuch (1961). Der kleine Mann (1963).

Sekundärliteratur (Auswahl): Das verschwiegene Werk - Erich Kästners Mitarbeit an Theaterstücken unter Pseudonym von Stefan Neuhaus (2000, Königshausen&Neumann). Ein Dichter gibt Auskunft, 121 Gedichte (2003, Atrium Verlag, ausgewählt und mit einem Essay von Marcel Reich-Ranicki). "Ach, an den Schläfen blühn schon graue Haare", 40 Jahre Erich Kästner Gesellschaft (2015, Könighausen&Neumann, hrsg. von Patricia Brons, Artur Nickel, Matthias Nicolai).

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