Ernst Jünger, 29.3.1995,  Geburtstagsehren in Saulgau, Foto: www.juenger-haus.de, mit freundlicher Genehmigung (hf1107)

Ernst Jünger zum Text (Der musische Mensch...)

*29.März 1895 in Heidelberg, +17.Februar 1998 in Riedlingen/Oberschwaben/Baden-Württemberg

Stationen u.a.: Sohn eines Apothekers. Ältestes von sieben Kindern. Bruder des Lyrikers Friedrich Georg Jünger. Flieht 1913 in die französische Fremdenlegion. 1914-18 Freiwilliger Kriegsteilnehmer am 1. Weltkrieg. 1919-23 Mitglied der Reichswehr. 1923-25 Studium Naturwissenschaften, Philosophie in Leipzig und Neapel. 1925-60 Ehe mit Gretha von Jeinsen. Ab 1926 Freier Schriftsteller in Berlin. Lehnt 1933 ein Reichstagsmandat der NSDAP ab. 1933 Ausschluß aus der "Dichterakademie" und Hausdurchsuchung durch die Gestapo. 1933 Umzug nach Goslar. 1936 Umzug nach Überlingen am Bodensee. 1939 Umzug nach Kirchhorst bei Hannover. 1940-44 Teilnehmer am  2. Weltkrieg als Hauptmann in Frankreich. 1945-49 Publikationsverbot. 1950 Umzug nach Wilfingen/Oberschwaben. 1959-71 Mitherausgeber der Zeitschrift "Antaios". 1962 Heirat mit Liselotte Lohrer.

Arbeitsgebiete: Gedicht, Essay, Erzählung, Roman

Auszeichnungen/Ehrungen/Preise (Auswahl): Literaturpreis der Stadt Bremen (1955). Großes Bundesverdienstkreuz (1959). Goldadler des "Festival du Livre", Nizza (1977). Friedensmedaille der Stadt Verdun (1978). Goethe-Preis der Stadt Frankfurt/Main (1982). Großer Preis der Jury der Kunstbiennale, Venedig (1993).
- Bis 1933 Mitglied in der "Dichterakademie".

Veröffentlichungen (Auswahl): In Stahlgewittern, Tagebuch (1920). Das abenteuerliche Herz, Essays (1929). Auf den Marmorklippen, Roman (1939). Strahlungen, Tagebuch (1949). Heliopolis, Roman (1949). Gläserne Bienen, Erzählung (1957). Jahre der Okkupation, Tagebuch (1958). Die Zwille, Roman (1973). Eumeswil, Roman (1977).

Sekundärliteratur (Auswahl): Ernst Jünger und das Schicksal des Menschen (1948, von Gerhard Nebel). Ernst Jünger, Abenteuer des Geistes (1949, von Gerhard Nebel). Ernst Jüngers Tagebuch des Jahrhunderts (1986, von Erwin Jaeckle). Ernst Jünger, Monographie (1990, von Martin Meyer). Kriegerdämmerung, Polemischer Versuch zu einem Porträt Ernst Jüngers (1997, Verlag Die Blaue Eule, von Gunnar Decker). Das teilbare Individuum. Körperbilder bei Ernst Jünger, Hans Henny Jahnn und Peter Weiss, Dissertation (1997, Metzler, von Roswitha Schieb). Gottfried Benn/Ernst Jünger, Briefwechsel 1949-56 (2006, Klett-Cotta, hrsg. von Holger Hof). Ein Jahrhundertleben (2007, Piper, hrsg. von Heimo Schwilk). Ernst Jünger, Die Biographie (2007, Siedler, hrsg. Helmut Kiesel). Margret Boveri und Ernst Jünger, Briefwechsel aus den Jahren 1946 bis 1973 (2008, hrsg. u.a. von Roland Berbig).

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