Peter Huchel (2003, Edition Text+Kritik).Peter Huchel Hintergrund-Information: Grab von Peter Huchel
(Hellmut Huchel)

*3.April 1903 in Berlin-Lichterfelde, +30.April 1981 in Staufen/Baden-Württemberg

Stationen u.a.: Sohn eines Beamten. Landarbeiter. 1920 Teilnahme am Kapp-Putsch. 1923-27 Studium Literatur, Philosophie in Freiburg i. Breisgau, Wien und Berlin. Seit 1925 Schriftsteller. 1927-29 Reisen nach Frankreich, Rumänien, Ungarn, Türkei. Nimmt 1930 den Vornamen Peter an. 1930-33 Mitarbeit bei der "Literarischen Welt". 1934 Heirat. Freundschaft mit Elisabeth Langgässer, Günter Eich, Werner Bergengruen und Sebastian Haffner. Erlebt zwei deutsche Diktaturen: NS-Regime und DDR-Regierung. Leistet im Dritten Reich aktiv Widerstand durch Sabotage. 1940-45 Soldat im 2. Weltkrieg. 1945 Russische Gefangenschaft. 1945-49 Lektor und Sendeleiter beim Ost-Berliner Rundfunk. 1949-62 Herausgeber und Chefredakteur von "Sinn und Form". 1949 Beginn der Freundschaft mit Bert Brecht. 1953 zweite Heirat. 1956 trifft er Marcel Reich-Ranicki. 1956 offizieller Vertreter der DDR auf der Biennale der Dichtung im belgischen Knokke. 1965 kann er der Berufung an den Lehrstuhl für Poetik an die Universität Frankfurt/Main kann Huchel nicht folgen, da er die DDR nicht verlassen darf.1971 Übersiedlung in die BRDeutschland. Lebt in Italien. 1972 Beginn der Freundschaft mit Erhart Kästner und Marie Louise Kaschnitz. 1984 vergibt das Land Baden-Württemberg den nach ihm benannten Literaturpreis erstmals.

Arbeitsgebiete: Lyrik, Erzählung, Roman, Hörspiel, Übersetzung

Auszeichnungen/Ehrungen/Preise (Auswahl): Lyrikpreis der Literaturzeitschrift "Die Kolonne" (1932, gemeinsam mit Horst Lange). Nationalpreis III. Klasse der DDR (1951). Fontane-Preis, Ost-Berlin (1955). Plakette der Freien Akademie der Künste Hamburg (1959). Theodor Fontane-Preis, West-Berlin (1963). Preis der jungen Generation, Hamburg (1965). Großer Kunstpreis des Landes NRW (1968). Villa Massimo, Rom (1971). Johann-Heinrich-Merck-Preis, Darmstadt (1971). Österreichischer Staatspreis für Europäische Literatur (1972). Literaturpreis Deutsche Freimaurer (1974). Lessing-Ring (1974). Andreas Gryphius-Preis NRW (1974). Pour le Mérite, Passau (1976). Preis des Kulturkreises im BDI (1977). Europalia-Preis, Brüssel (1977). Jacob Burckhardt-Preis, Basel (1978). Eichendorff-Preis, München (1979). Reinold Schneider-Preis der Stadt Freiburg (1980).
- Seit 1949 Mitglied im P.E.N.-Zentrum Deutschlands, 1952-71 Mitglied der Deutschen Akademie der Künste zu Berlin, seit 1958 Mitglied der Sociéte de Culture, Venedig, seit 1966 Mitglied der Akademie der Künste, Westberlin, seit 1970 Mitglied der Bayerischen Akademie der Künste und seit 1979 Mitglied der Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt.

Veröffentlichungen (Auswahl): Der Knabenteich, Gedichte. Die Magd und das Kind, Hörspiel (1935). Das Innere Reich, Gedichte (1935). Margarethe Minde, Hörspiel (1939). Gedichte (1948, Aufbau). Das Gesetz, Hörspiel (1959). Chausseen, Chausseen, Gedichte (1963, S. Fischer/2012, Rimbaud). Gezählte Tage, Gedichte (1972, Suhrkamp). Unbewohnbar die Trauer (1976, Erker-Presse). Der Tod des Büdners (1976, Erker-Presse). Die neunte Stunde, Gedichte (1979, Suhrkamp). Die Sternenreuse, Gedichte 1925-47(1967, Piper). Peter Huchel:Wie soll man da Gedichte schreiben, Briefe 1925-77 (2000, Suhrkamp, hrsg. von Hub Nijssen).

Sekundärliteratur (Auswahl): Der Dichter Peter Huchel, Versuch einer Darstellung seines lyrischen Werkes (1953, Verlag Nues Leben, von Eduard Zak). Peter Huchel (2003, Edition Text+Kritik).

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