Ludwig Greve
(Lutz Greve, Luz Greve, H. L. Greve, Louis Gabier)

*23.September 1924 in Berlin, +12.Juli 1991 bei Amrum/Schleswig-Holstein

Stationen u.a.: Sohn einer assimilierten, jüdischen Kaufmannsfamilie. 1939 versucht die Familie auf einem Hapag-Schiff vergeblich über Hamburg nach Havanna zu emigrieren. Er kommt zusammen mit seiner Schwester in französischen Heimen unter. Geht in den Untergrund und geht 1945-50 nach Palästina. Lebenslange Freundschaft mit Max Fürst. 1950 Rückkehr nach Deutschland. Heiratet Katja Maillard. Lebt in Stuttgart. Bis 1991 Bibliothekar in Marbach. Ertrinkt kurz nach seiner Pensionierung in der Nordsee vor Amrum.

Arbeitsgebiete: Gedicht, Erzählung, Roman

Auszeichnungen/Ehrungen/Preise (Auswahl): Aufenthalts-Stipendium in der Villa Massimo (1958). Förderpreis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste (1976). Literaturpreis der Stadt Stuttgart (1988, gemeinsam mit Hanns-Josef Ortheil und Maria Csollány). Peter Huchel-Preis (1991 - posthum).
- Ab 1991 korrespondierendes Mitglied der Akademie der Wissenschaft und der Literatur Mainz.

Veröffentlichungen (Auswahl): Gedichte (1961, Hanser). Bei Tag, Neue Gedichte (1974, Klett). Warum schreibe ich anders?, Rede (1979). Wellen kommen und ziehen, Gedichte und Balladen vom Meer (1987, KeimVerlag).Sie lacht und anderen Gedichte (1991, S. Fischder). Bei Tag in Marbach, Gedichte. Ein Besuch in der Villa Sardi (2001, Verlag Ulrich Keicher). Wenn ich es könnte, gäb' ich dir Bescheid, Gedichte (2004, Verlag Ulrich Keicher). Die Gedichte (2006, Wallstein-Verlag, hrsg. von Reinhard Tgahrt und Waltraud Pfäfflin).

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