Günter Grass, Mai 2003, Foto: Doris Poklekowski

Günter Grass
Foto: Doris Poklekowski

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Günter Grass zum Text (aus:Mein Jahrhundert) zum Text (aus:Im Krebsgang) zum Text (aus:Grimms Wörter) Hintergrund-Information: Günter Grass in Leipzig 2007 Interview:Grass über Unkenrufe Hintergrund-Information: Zum 80.Geburtstag von Günter Grass Interview:Grass zum 80.Geburtstag Hintergrund-Information: Nobelpreisträger Günter Grass Hintergrund-Information: Günter Grass und die Stasi-Akte Interview: Günther Grass im Gespräch mit Jens Dirksen Hintergrund-Information: Günter Grass und "Was gesagt werden muß" zum Text (Günter Grass im Gespräch mit Ulrich Wickert)

*16.Oktober 1927 in Danzig, lebt und arbeitet in Behlendorf bei Lübeck/Schleswig-Holstein

Stationen u.a.: Polnisch-deutsche Eltern. 1933-44 Schulbesuche in Danzig. Hitlerjugend. Soldat im 2. Weltkrieg. Studium der Bildhauerei in Düsseldorf und Berlin. 1951-52 Italien- und Frankreichreisen. 1954 Heirat mit Anna Margaretha Schwarz. Seit 1956 freier Schriftsteller. Lebt als Maler, Grafiker, Bergmann und Bildhauer in Paris. 1958 Polenreise.1960 Rückkehr nach  Berlin. 1988 Stiftung des Alfred-Döblin-Preises. 1990 Frankfurter Poetik-Vorlesung. 1992 Stiftung des Chodowiecki-Preises. 1997 Gründet er seine Roma-Stiftung. 1997/98 Gastprofessor an der Universität Lübeck. 2006 Bekenntnis zu seiner Mitgliedschaft in der Waffen-SS. Verzichtet 2006 wegen des angespannten Verhältnis zwischen Polen und Deutschland auf den Brückepreis der Europastadt Görlitz/Zgorzelec. 2012 erhält er wegen seines umstrittenen Prosaverses "Was gesagt werden muß" Einreiseverbot nach Israel.

Arbeitsgebiete: Gedicht, Essay, Erzählung, Übersetzung, Roman, Theaterstück, Hörspiel

Auszeichnungen/Ehrungen/Preise (Auswahl): 3. Preis im Lyrik-Wettbewerb des Süddeutschen Rundfunks (1955). Preis der "Gruppe 47" (1958). Förderpreis des Kulturkreises im Bundesverband der Deutschen Industrie (1958, gemeinsam mit Rainer Brambach). Berliner Kritikerpreis (1960). Le meilleur livre étranger, Frankreich (1962). Georg Büchner-Preis (1964). Ehrendoktorwürde des Kenyon-College, USA (1964). Carl von Ossietzky-Medaille, Berlin (1967). Fontane-Preis (1968). Theodor Heuss-Preis (1968). Ehrendoktorwürde der Harvard-Universität, USA (1976). Viareggio-Preis (1978). Weinpreis für Literatur, Göttingen (1980). Antonio Feltrinelli-Preis (1982, nimmt den Preis nicht an). Premio Grinzane (1992). Ehrendoktorwürde der Universität Gdansk/Danzig/Polen (1993). Großer Literaturpreis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste, München (1994). Karel Capek-Preis, Prag (1994, gemeinsam mit Philip Roth). Hermann Kesten-Medaille (1995). Hans Fallada-Preis (1995). Thomas Mann-Preis der Stadt Lübeck (1996). Sonning-Preis, Dänemark (1996). Samuel-Bogumil-Linde-Preis, Thorn/Göttingen. Prinz von Asturien-Preis, Spanien (1999). Nobelpreis für Literatur, Schweden (1999). Pfeifenraucher des Jahres (2000). Viadrina-Preis, Frankfurt/Oder (2001). Ehrendoktorwürde der Universität Lübeck (2003). Halle-Preis (2003). H.-C. Andersen-Preis (2005). Internationaler Brückepreis der Europastadt Görlitz/Zgorzelec (2006, verzichtet). Ernst Toller-Preis (2007).
- Mitglied in der Gruppe 47 und seit 1963 Mitglied in der Berliner Akademie der Künste.

Veröffentlichungen (Auswahl): 75 Jahre Meierei Bolle, Reklameschrift (1956). Die bösen Köche, Drama (1956). Die Vorzüge der Windhühner, Gedichte+Prosa (1956/1977/2001, Luchterhand). Hochwasser, Theaterstück (1957/1963, Suhrkamp). Noch zehn Minuten bis Buffalo, Einakter (1958). Onkel, Onkel, Theaterstück (1958). Zweiunddreißig Zähne, Hörspiel (1959). O Susanna, Übersetzung (1959, Kiepenheuer & Witsch). Die Blechtrommel, Roman (1959, Luchterhand). Gleisdreieck, Gedichte (1960). Katz und Maus, Novelle (1961). Noch zehn Minuten bis Buffalo, Hörspiel (1962, BBC). Hundejahre, Roman (1963). Die Plebejer proben den Aufstand, Trauerspiel (1966, Luchterhand). Ausgefragt, Gedichte (1967). Gesammelte Gedichte (1971). Aus dem Tagebuch einer Schnecke, Roman (1972, Luchterhand). Das Treffen in Telgte, Erzählung (1979, Luchterhand). Der Butt, Roman (1977, Luchterhand). Unkenrufe, Erzählung (1992, Steidl/2005, Film). Die Rede vom Verlust (1992, Steidl). Novemberland, Sonette (1993/2001, Steidl). Ein weites Feld, Roman (1995, Steidl). Zunge zeigen, Kalkutta-Tagebuch. Mein Jahrhundert, Roman (1999, Steidl/2001, dtv). Mit Sophie in die Pilze gegangen, Gedichte (1999, dtv). Ohne Stimme - Reden zu Gunsten des Volkes der Roma und Sinti (2000, Steidl). Im Krebsgang, Novelle (2002, Steidl/2004, dtv). Gedichte und Kurzprosa (2002, Steidl, hrsg. von Volker Neuhaus und Daniela Hermes). Wörter auf Abruf, 7 Gedichte (2002, Wagenbach). Briefe 1959-94-Günter Grass/Helen Wolff (2003, Steidl, hrsg. von Daniela Hermes). Letzte Tänze, Gedichte (2003, Steidl). Lyrische Beute, Gedichte+Zeichnungen (2004, Steidl). Lyrische Beute (2004). Fünf Jahrezehnte, Ein Werkstattbericht (2004, Steidl). Beim Häuten der Zwiebel, Erinnerungen (2006, Steidl). Dummer August, Gedicht (2007, Steidl). Sämtliche Gedichte (2007, dtv, hrsg. von Werner Frizen). Die Box, Roman (2008, Steidl/2010, dtv). Unterwegs von Deutschland nach Deutschland, Tagebuch 1990 (2009, Steidl). Grimms Wörter, Buch (2010, Steidl).

Sekundärliteratur (Auswahl): Günter Grass.Der Autor als fragwürdiger Zeuge (1977, dtv, hrsg. von Daniela Hermes). My Broken Love, Günter Grass in India and Bangladesh (2001, Viking-Verlag/Penguin-Books, hrsg. von Martin Kämpchen). Die Zukunft der Erinnerung.Günter Grass,Czeslaw Milosz, Wislawa Szymborska, Tomas Venclova, Gesprächs-Dokumentation (2001, Steidl). Bürger Grass, Biografie (2002, Bertelsmann, hrsg. von Michael Jürgs). Günter Grass, Portrait (2006, dtv, hrsg. von Claudia Mayer-Iswandy). Günter Grass im Visier, Eine Dokumentation (2010, Ch. Links Verlag, von Kai Schlüter). Erwin Strittmatter und die SS, Günter Grass und die Waffen-SS (2011, Dingsda-Verlag, von Joachim Jahns).

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