Jürgen Fuchs, Ein literarischer Weg in die Opposition (2007, Jaron-Verlag, von Udo Scheer).Jürgen Fuchs

*19.Dezember 1950 in Reichenbach/Vogtland/DDR, +9.Mai 1999 in Berlin

Stationen u.a.: Facharbeiterabschluß bei der Deutschen Reichsbahn. 1971 beginnt er ein Sozialpsychologiestudium in Jena. Arbeitet mit dem Arbeitskreis Literatur und Lyrik in Jena um Lutz Rathenow zusammen. Ab 1973 SED-Mitgliedschaft. Wird nach einem gemeinsamen Auftritt mit Bettina Wegner aus der Partei ausgeschlossen. Heiratet 1974. 1975 wird er als Bürgerrechtler und Regimekritiker und wegen seiner Kontakte zu Robert Havemann und Wolf Biermann exmatrikuliert. Berufsverbot. 1976 Verhaftung. 1977 Ausbürgerung und Abschiebung nach West-Berlin. Freier Schriftsteller. Stirbt an Leukämie.

Arbeitsgebiete: Lyrik, Erzählung, Essay, Roman, Hörspiel

Auszeichnungen/Ehrungen/Preise (Auswahl): Intern. Pressepreis (1977). Thomas Dehler-Preis (1987, zusammen mit Sascha Anderson). Deutscher Kritikerpreis (1988). Hans Sahl-Preis (1999, posthum).

Veröffentlichungen (Auswahl): Gedächtnisprotokolle (1977). Vernehmungsprotokolle (1978). Tagesnotizen (1979). Pappkameraden (1981). Fassonschnitt (1984). Das Ende einer Feigheit (1981). Einmischung in eigene Angelegenheiten (1984). Gäste kommen oder Der Verkauf der Landeskinder, Stück (1989). ...und wann kommt der Hammer? (1990). Zersetzung der Seele (1995). Das Fach Schönschreiben. Magdalena, Roman (1998). Schriftprobe, Gedichte (2000, VDG).

Sekundärliteraturn (Auswahl): Ein literarischer Weg in die Opposition (2007, Jaron-Verlag, von Udo Scheer).

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