*30.Juli 1865 in Rheda, +20.Oktober 1923 in Schwerte
Stationen u.a.: Schriftstellerin und Sozialdemokratin. 1919 Stadtverordnete in Schwerte. Unter dem Pseudonym Ernst Heiter veröffentlicht sie ab 1898 wöchentlich ihre „Zeitgemäßen Reime“ zunächst im Schwerter Wochenblatt, später und bis zu ihrem Tod in der Schwerter Zeitung. Schon früh engagiert sie sich politisch und hält am 11. Januar 1919 in einer öffentlichen Frauenversammlung der Schwerter SDP eine vielbeachtete Rede zum Thema „Antisemitismus und Wahlagitation“. Darin spricht sie unverhohlen über die aufkommende Gefahr der Propaganda und die daraus folgende Manipulation der Massen. Die Jüdin macht sich bis zu ihrem Tode lange Jahre als Kämpferin für soziale Belange, Frauenrechte und gegen Antisemitismus unter anderem mit ihren Zeitungsbeiträgen einen Namen. Sie stirbt 1923 an Asthma. (Text: Hermann Henkel)
Arbeitsgebiete: Lyrik, Prosa
Auszeichnungen/Ehrungen/Preise (Auswahl): 2009 Ehrung durch die Stadt Schwerte im Rahmen der Reihe „Weibsbilderabend“, die an bedeutende Frauen der Stadt erinnert. Gewürdigt wurde vor allem ihr kämpferisches Engagement gegen Antisemitismus und für Frauenrechte.
Veröffentlichungen (Auswahl): Mit dem Titel „Begegnungen in Schwerte – Autorinnen treffen Künstlerinnen“ erschien im Oktober 2009 ein Buch im Verlag des Arbeitskreises Schwerter Frauengeschichte(n), das sich u. a. mit Leben und Werk der jüdischen Schriftstellerin befasst.
Autorenhomepage I Buchbestellung I home I e-mail 1009 © LYRIKwelt