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*21.Dezember 1919 in Brünn/Brno, +5.August 1990 in Clacton-on-Sea/England/UK
Stationen u.a.: Sohn des Schriftstellers Lev Blatný. Nach der Schule Arbeit zum Lebensunterhalt als Optiker im eigenen, vom Großvater ererbten Laden, kommt 1948 mit einer Schriftstellerdelegation nach England, wo er um politisches Asyl ersucht, daraufhin offizieller Ausschluß aus der tschechischen Literatur seitens des (pseudo)kommunistischen Systems, welches in der Tschechoslowakei an der Macht war und Blatný 1948 für tot erklärt. 1948-54 freiberufliche Arbeit für die BBC und Radio Free Europe. 1954 Diagnose „paranoide Schizophrenie“ und Einweisung in ’s Claybury Psychiatric Hospital in Ipswich, 1963 in ’s House of Hope und 1977 St. Clemen’s Hospital (beide ebenfalls in Ipswich). Er verläßt die Anstaltmauern bis 1985 nicht mehr. Viele seiner Texte verschwinden in den Abfalleimern der Anstalten.1985 Umzug in eine kleine Pension in Clacton-on-Sea, wo er bis zu seinem Tod 1990 lebt.
Arbeitsgebiete: Gedicht, Tagebuch
Auszeichnungen/Ehrungen/Preise (Auswahl):
1954 mit 5 Gedichten
in der Exilauswahl von Peter
Demetz „Neviditelný
domov“/„Die unsichtbare Heimat“ vertreten. 1997 Werkauswahl im
Exilverlag für tschechische Literatur in Toronto. 1982 Prager
Samisdatausgaben
- Mitglied
der Künstlergruppe „Skupina 42/Gruppe 42 - gemeinsam
mit den Dichtern Kainar und Kolár sowie den Malern Lhoták
und Gross.
Veröffentlichungen (Auswahl): Dieser Abend, Gedichte (1945). Landschaft der neuen Wiederholungen, Gedichte, tschechisch/deutsch (1992, Weihermüller - Übertragung Radim Klekner). Stará bydlište/Alte Wohnsitze, Gedichte, tschechisch/deutsch (1979, Sixty-eight-Publishers/2005, Edition Korrespondenzen - Übertragung Christa Rothmeier). Gedichte, tschechisch/deutsch (2007, Edition Korrespondenzen - Übertragung Christa Rothmeier).
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