Gottfried Benn, Archiv S. Fischer Verlag/www.fischerverlage.deGottfried Benn, 1934, Foto: ADN-ZB/Archiv /wikipedia.org (hf1212)Gottfried Benn zum Text (Ball) zum Text (Sonntag Abend) zum Text (Über die Felsen...) zum Text (Restaurant) zum Text (Kleine Alster) Hintergrund-Information: 120.Geburtstag und 50.Todestag von Gottfried Benn

*2.Mai 1886 in Mansfeld/Westpriegnitz, +7.Juli 1956 in Berlin

Stationen u.a.: Sohn eines evangelischen Pfarrers. Ab 1903 Studium Philologie und Theologie in Marburg. 1905 Studium der Medizin in Berlin. 1912 Promotion zum Dr. med. 1913 Beziehung zu Else Lasker-Schüler. 1914-17 Teilnehmer des 1. und 2. Weltkriegs als Militärarzt. 1917 Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten. Freundschaft mit Klabund. 1934 erkennt er seine Begeisterung für den Nationalsozialismus als Irrtum und distanziert sich. 1935 Sanitätsoffizier in Hannover. Seine Werke werden 1938 verboten. Er wird als "Asphaltliterat" diffamiert. 1938 Heirat. 1943-45 arbeitet er in Landsberg an der Warthe als medizinischer Gutachter der Wehrmacht. Bis 1953 betreibt er in Berlin eine Praxis für Haut- und Geschlechtskrankheiten.

Arbeitsgebiete: Lyrik, Essay, Drama, Erzählung, Hörspiel

Auszeichnungen/Ehrungen/Preise (Auswahl): Georg Büchner-Preis, Darmstadt (1951). Bundesverdienstkreuz 1. Klasse (1952).
- Seit 1928 Mitglied im P.E.N.-Berlin und ab 1932 Mitglied der Preußischen Dichterakademie.

Veröffentlichungen (Auswahl): Morgue, Gedichte (1912). Söhne, Gedichte (1913). Gehirne, Prosa (1917). Fleisch, Gedichte (1917). Das moderne Ich (1919). Etappe, Szene (1919). Betäubung, Gedichte (1925, Meyer). Spaltung, Gedichte (1925, Meyer). Urgesicht, Essay (1929). Nach dem Nihilismus (1932, Kiepenheuer). Goethe und die Naturwissenschaften, Essay (1929/1949). Der neue Staat und die Intellektuellen (1933, DVA). Kunst und Macht (1934, DVA). Ausgewählte Gedichte (1936, DVA). Zweiundzwanzig Gedichte 1936-1943 (1943). Statische Gedichte (1948, Arche-Verlag). Trunkene Flut (1949). Astern, Statische Gedichte (2949, Limes). Drei alte Männer (1949). Doppelleben-Zwei Selbstdarstellungen (1950). Probleme der Lyrik (1951). Fragmente, Gedichte (1951). Die Stimme hinter der Vorhang, Hörspiel (1952). Destillationen, Gedichte (1953). Altern als Problem für Künstler (1954). Aprèslude, Gedichte (1955). Soll die Dichtung das Leben verbessern? (1955). Gesammelte Gedichte (1958-61, hrsg. von Dieter Wellershoff). Widmungen an die Seinen 1912-1956 (1995, Verlag Ulriche Keicher). Sämtliche Gedichte (1998, Klett-Cotta). Herrr Oelze aus Bremen.Gottfried Benn und Friedrich Wilhelm Oelze, Briefe (2001, Wallstein-Verlag, hrsg. von Hans Dieter Schäfer). Hernach, Briefe von Gottfried Benn an Ursula Ziebarth (2001, Wallstein-Verlag, hrsg. von Jochen Meyer). Drei Briefe an Marie Diers aus Berlin und Landsberg 1941-44 (2003, Frankfurter Bundbücher). Sämtliche Werke (2003, Klett-Cotta, hrsg. von Gerhard Schuster und Holger Hof).

Sekundärliteratur (Auswahl): Hörreste, Sehreste.Das literarische Fragment bei Büchner, Kafka, Benn und Celan, Habilitationsschrift (2002, Böhlau Verlag, von Michael Braun). Ich bin nicht innerlich, Annäherung an Gottfried Benn (2003, Klett-Cotta, hrsg. von Jan Bürger). Benn-Jahrbuch (2004, Klett-Cotta, hrsg. von Joachim Dyck, Holger Hof, Peter D. Krause). Gottfried Benn/Thea Sternheim, Briefwechsel und Aufzeichnungen (2004, Wallstein-Verlag, hrsg. von Thomas Ehrsam). Gottfried Benn-Prosa und Autobiographie (2005, S. Fischer, hrsg. von Bruno Hillebrand). Gottfried Benn/Ernst Jünger, Briefwechsel 1949-56 (2006, Klett-Cotta, hrsg. von Holger Hof). Der Zeitzeuge, Gottfried Benn 1929-49 (2006, Wallstein-Verlag, hrsg. von Joachim Dyck). Der Sound der Väter, Gottfried Benn und seine Zeit (2006, Rowohlt, hrsg. Helmuth Lethen). Gottfried Benn, Genie und Barbar (2006, Aufbau, von Gunnar Decker). Benn, Sein Leben in Bildern und Texten (2007, Klett-Cotta, zusammengestellt von Holger Hof).

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