Jenny Aloni
(Jenny Rosenbaum)
*7.September 1917 in Paderborn, +30.September 1993 in Ganei Yehuda/Israel
Stationen u.a.: Deutsch-israelische Schriftstellerin. Tochter eines jüdischen Kaufmanns. Von 1924-35 Schülerin des katholischen St. Michael-Kllosters. 1935 Vorbereitung auf die Auswanderung nach Palästina auf Gut Winkel (Mark Brandenburg). 1936 Übersiedlung nach Berlin. 1939 Abitur. Anschließend Gruppenleiterin im Hachscharah-Kibbutz Schniebinchen (Niederlausitz). Im selben Jahr Auswanderung nach Palästina und Aufnahme eines Studiums an der Hebräischen Universität in Jerusalem. 1942 Eintritt in eine jüdische Einheit der britischen Armee. Lazarettdienst. 1942 Deportation ihrer Schwester. Deportation der Eltern nach Theresienstadt, wo ihr Vater 1944 stirbt. 1944 Deportation ihrer Mutter nach Auschwitz. 1946 Entlassung aus der Armee. Besuch einer Schule für Sozialarbeit. 1947 Aufenthalt in Paris und München zur Unterstützung jüdischer DPs (Displaced Persons). 1948 Heirat mit Esra Aloni. Sanitäterin während des jüdisch-arabischen Krieges. 1938-1950 Arbeit in der Jugendfürsorge. 1950 Geburt der Tochter Ruth. 1955 erster Besuch in Paderborn seit der Auswanderung. 1957 Umzug nach Ganei Yehuda. 1963 bis 1981 ehrenamtliche Tätigkeit in der psychiatrischen Klinik in Beer Jaakow.
Arbeitsgebiete: Gedicht, Erzählung, Roman
Auszeichnungen/Ehrungen/Preise (Auswahl): Kulturpreis der Stadt Paderborn (1967). Annette von Droste-Hülshoff-Preis (1991).
Veröffentlichungen (Auswahl): Gedichte (1956). Zypressen zerbrchen nicht, Roman (1961). Jenseits der Wüste, Erzählungen (1963). Die silbernen Vögel, Erzählungen (1967). Der Wartesaal, Roman (1969, Herder). In den schmalen Stunden der Nacht, Gedichte (1980, Selbstverlag). Die braunen Pakaete, Erzählungen (1983).
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