Anna Achmatowa, 1950, Foto: wikipedia.org (hf0212)Anna Achmatowa zum Text (Erste Widmung)
(Anna Andrejewna Gorenko, Анна Андреевна Ахматова)

*11.Juli/23.Juni 1889 Bolschoj Fontan bei Odessa/Russland, +5.März 1966 in Domojedowo bei Moskau/Sowjetunion

Stationen u.a.: Tochter eines Ingenieurs. Verbringt die Jugendzeit in der Nähe von St. Petersburg. 1907-10 Studium Jura und Latein in Kiew und später in St. Petersburg Literaturgeschichte. Mehrmals verheiratet, u.a. 1910 mit dem Dichter Nikolai Gumiljow, der 1921 hingerichtet wird. 1912 Geburt ihres Sohns Lew. Ab 1913 "platonische Beziehung" zu Alexander Blok, dem sie mehrere Gedichte widmet. Während der Stalinzeit Publikationsverbot. 1941-44 Evakuierung nach Taschkent. 1944 Rückkehr nach Leningrad. Wird 1946 aus dem Schriftstellerverband ausgeschlossen, aber 1958 wieder aufgenommen und sogar später Präsidentin.

Arbeitsgebiete: Lyrik, Erzählung, Essay, Übersetzung

Auszeichnungen/Ehrungen/Preise (Auswahl): Ätna-Taormina-Preis, Italien (1964). Ehrendoktorwürde Oxford (1965).
- Bis 1946 und ab 1958 Mitglied im sowjetischen Schriftstellerverband.

Veröffentlichungen (Auswahl): Abend, Gedichte (1912). Rosenkranz, Gedichte (1914). Die weiße Schar, Gedichte (1917). Wegerich, Gedichte (1921). Anno Domini MCMXXI, Gedichte (1922). Aus sechs Büchern, Gedichte (1940). Poem ohne Held, Versepos (1963/1980, Reclam/2001, Grupello - Übertragung Alexander Nitzberg). Requiem, Gedichtzyklus (1963/1987). Ich lebe aus dem Mond, du aus der Sonne, Gedichte (2000, Suhrkamp - Übertragung Alexander Nitzberg). Enuma Elisch, Gedichte (2005, Edition Engeler - Übertragung Alexander Nitzberg). Liebesgedichte (2013, Reclam - Übertragung Kay Borowsky, hrsg. von Ulla Hahn).

Sekundärliteratur (Auswahl): Aufzeichnungen über Anna Achmatowa (1987, von Lydia Tschukowskaja). Flucht aus Byzanz, Essays (1988, Hanser, von Joseph Brodsky). Anna Achmatowa. Ein Leben im Unbehausten, Biographie (1993, Rowohlt, von Jelena Kusmina). Der Gast aus der Zukunft - Anna Achmatowa und Isaiah Berlin (2002, Europäische Verlagsanstalt, von György Dalos). Erinnerungen an Anna Achmatowa. (2011, Suhrkamp, von Nadeschda Mandelstam - Übertragung Christiane Körner, kommentiert und mit einem Nachwort versehen von Pawel Nerler).

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